Erfolgreiche digitale Doppelpremiere von Programm- und Managementlehrgang

Da wegen der Coronapandemie Präsenzmaßnahmen derzeit ausgeschlossen sind, mussten in kurzer Zeit Programm- und Managementlehrgang komplett auf „digital“ umgestellt werden. Die beiden Pilotläufe Mitte und Ende März waren sehr erfolgreich, möglicherweise werden die Online-Varianten beider Lehrgänge sogar auf Dauer im Programm bleiben.

OSTERBURKEN, 01. APRIL 2020 – Schon seit einiger Zeit ergänzen ein- bis zweistündige Webinare das „klassische“ Lehrgangsangebot des Trägervereins des Duke of Edinburgh’s International Award in Deutschland und werden die Unterlagen zu allen Aus- und Weiterbildungen online zur Verfügung gestellt, die die Lehrgangsteilnehmer dann auf ihrem Laptop oder Tablet beim Kurs parat haben. Da wegen der Coronapandemie nun aber Präsenzmaßnahmen ausgeschlossen sind, mussten in kurzer Zeit die beiden eineinhalbtägigen Angebote Programm- und Managementlehrgang komplett auf „digital“ umgestellt werden. „Wir waren sehr gespannt darauf, ob und wie das funktionieren würde und freuen es deshalb umso mehr über den positiven Ausgang der beiden Pilotläufe Mitte und Ende März“, so der Vorsitzende des Trägervereins und Trainer der beiden Fortbildungen, Klaus Vogel.

Da die Teilnahme nun einfach von zu Hause aus möglich war, sei die Nachfrage nach der Ankündigung der Umstellung sogar deutlich gestiegen. „Es ist halt ein großer zeitmäßiger und auch finanzieller Unterschied, ob man bequem in der eigenen Wohnung in München, Stuttgart, Bochum oder Louisenlund bei einem Lehrgang mitmachen kann oder dazu nach Osterburken reisen muss“, so Vogel. Dafür würde man Nachteile wie die Abhängigkeit von der Technik und den fehlenden informellen Austausch etwa bei den Mahlzeiten gerne in Kauf nehmen. Vogel: „Dass die insgesamt 19 Lehrerinnen und Lehrer von acht Schulen aus Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein souverän mit unserem digitalen Werkzeugkoffer umgegangen sind, zeigt welche großen Fortschritte deren Einsatz auch schon vor der Coronakrise gemacht hatte“.

 Um trotz der neuen Form „learning by doing“ als Hauptmethode soweit wie möglich beizubehalten, war bei der Digitalisierung darauf geachtet worden, die Abfolge von Plenarsitzungen und anschließenden (parallelen) Arbeitsphasen alleine, in Tandems oder kleinen Gruppen beizubehalten. Während sich beim Programmlehrgang die Teilnehmer der einzelnen Schulen noch dort persönlich treffen und arbeiten konnten, war dies zwei Wochen später beim Managementlehrgang nicht mehr möglich und mussten deshalb weitere Videokonferenzkanäle eingesetzt werden. „Für die Kursregie aus dem Homeoffice, zur Kommunikation mit den einzelnen Gruppen und zum Teilen von Ergebnissen haben wir deshalb erstmals zusätzlich Slack eingesetzt“, erläutert Vogel. Ebenfalls eine sehr erfolgreiche Premiere hatte ein interaktives Whiteboard.

Die viele Arbeit, die in die Umstellung investiert wurde, habe sich mehr als gelohnt, auch über die Coronakrise hinaus. Vogel abschließend: „Wir werden danach sicher verstärkt auf die digitalen Möglichkeiten zurückgreifen und möglicherweise die Online-Varianten beider Lehrgänge auf Dauer im Programm behalten“. Wichtig sei jetzt der Erfahrungsaustausch aller in der Jugendarbeit tätigen Organisationen zu dieser Herausforderung und Transformation, zu dem man gerne nach Möglichkeiten beitrage.